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Eine Parlamentarierer-Abordnung des US-Kongresses weilte am Samstag zu Besuch in Liechtenstein, um sich ein Bild über Land und Wirtschaft zu machen. «Die Gäste äusserten sich voll des Lobes über die Qualität des Besuches und regten ein Folgetreffen an» zog Aussenminister Ernst Walch uns gegen-über ein positives Fazit. Martin Frommelt Die US-Hauptstadt Washington ist das Zentrum der Weltpolitik. Umso wichtiger, dass Liechtenstein hier eine Stimme hat. Der von der Liechtensteinischen Industrie- und Handelskammer (LIHK) organisierte Besuch von vier US-Kongressabgeordneten diente denn auch dem Zweck, offen über das Land zu informieren und allfällige Vorurteile abzubauen. In der Tat stellten die US-Abgeordneten fest, dass viel über Liechtenstein noch nicht bekannt war und dass auf dem Wirtschaftssektor sehr viel geleistet wird. Aus erster Hand informierten im Vaduzer Rathaussaal Regierungschef Otmar Hasler, Aussenminister Ernst Walch, LIHK-Präsident Michael Hilti, Bankenverbandspräsident Adolf E. Real. Ein Empfang bei S.D. Erbprinz Alois auf Schloss Vaduz, eine Besichtigung der Swarovski AG in Triesen sowie ein Abendessen im «Real» rundeten das Programm ab. Wichtiger aussenpolitischer Schritt In seiner Ansprache wies Aussenminister Walch auf die Bemühungen Liechtensteins hin, die Kontakte zu den USA zu intensivieren. Die Kongressabgeordneten nahmen erfreut zur Kenntnis, dass die Regierung die nicht residierende Botschaft in Washington in eine residierende Botschaft aufzuwerten gedenkt. Ernst Walch: «Dies wird - sofern der Antrag gebilligt wird - die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Liechtenstein und den Vereinigten Staaten stärken und weiterentwickeln. Wir werden dadurch auch mehr Möglichkeiten erhalten, um Liechtenstein in den USA besser bekanntzumachen und die Bindungen im Wirtschafts-, Kultur- und Bildungsbereich sogar noch stärker zusammenzuschmieden. Dies wäre eine aussenpolitische Entscheidung von grosser Tragweite, da Liechtenstein erstmals eine Botschaft in einem Land eröffnen würde, das weder ein Nachbarland ist, noch eine multilaterale Organisation beherbergt, der Liechtenstein angehört.» Folgetreffen in Washington? Der Wunsch der US-Gäste nach einem Folgetreffen ? es war dies das zweite Treffen dieser Art in Liechtenstein - stiess bei den Gastgebern auf offene Ohren. «Diese Kontakte müssen weiter gepflegt werden. Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass wir auch einmal direkt in Washington ein derartiges Treffen durchführen, damit wir einem grösseren Kreis von Kongressabgeordneten und Senatoren die Möglichkeit geben könnten, sich ein klares Bild über Liechtenstein zu machen», so Aussenminister Ernst Walch.
Quelle: Liechtensteiner Volksblatt, Schaan / Liechtenstein
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