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FC Vaduz schreibt Geschichte
24. Mai 2004

Der FC Vaduz sorgt für den nächsten Höhenflug: Nach dem NLB-Aufstieg im Sommer 2001 und dem NLB-Meistertitel im Herbst 2002 sichert sich Vaduz den zweiten Rang und somit die Qualifikation zur Barrage.

Von Ernst Hasler

Martin Stocklasa (1:0), Michele Polverino (2:0), Daniel Hasler (3:2), Benjamin Fischer (4:2) und Marco Perez (5:2) waren die Torschützen beim 5:2-Sieg gegen den FC Baden vor knapp 2'500 Fans im Rheinpark Stadion, weshalb der FCV hinter dem FC Schaffhausen aus eigener Kraft den zweiten Rang schaffte.

Eindrückliche Aufholjagd

Massgebend für die erfolgreiche Aufholjagd der Residenzler im Frühjahr war der neue Trainer Martin Andermatt, dem es gelang, das vorhandene Potenzial der Mannschaft abzurufen. Sein Vorgänger Walter Hörmann hatte zwar punkto Athletik und Fitness eine intakte Mannschaft hinterlassen, doch die Chemie zwischen Trainer und Team war damals angeknackst. Als Hörmann dem Ruf seines Herzens folgte - er wechselte im Dezember zum SV Salzburg -, verpflichteten die FCV-Verantwortlichen den 42-jährigen Innerschweizer Martin Andermatt, der Wert auf Disziplin, Grundordnung und Teamgeist legt. Er stellte das Interesse der Mannschaft über das jedes Einzelnen und behielt damit Recht. Gleichzeitig gelang es ihm, trotz des massiven Punkterückstands zur Winterpause - der FC Vaduz belegte beim Amtsantritt von Andermatt lediglich Rang neun - die Spannung aufrechtzuerhalten.

Systemwechsel geglückt

Auch der Wechsel vom offensiv ausgerichteten 4-3-3-System unter Walter Hörmann zu Martin Andermatt, der vornehmlich auf ein variables 4-4-2-System vertraut, schlug sich positiv nieder.
Paulo Vogt zählte unter Hörmann zum fixen Kader; er war bis zur Winterpause mit zehn Treffern der Topskorer. Diese Position übernahm im Frühjahr der agile Benjamin Fischer, der dank seiner Schnelligkeit, verbesserter Athletik und hervorragender Effizienz just mit dem letzten Meisterschaftsspiel mit FCV-Topskorer Vogt gleichzog (elf Saisontore). Die Stabilität der Abwehr, die einzig in den letzten zwei Partien etwas schwächelte, das technisch versierte Mittelfeld und ein erstarkter Slekys, der wieder an alte Zeiten erinnerte, trugen zum geschlossenen Mannschaftsgefüge bei.

Ein kleines Märchen?

«Jetzt können wir beginnen, das kleine Märchen zu schreiben», sagt FCV-Trainer Martin Andermatt mit Blick auf die zwei Barrage-Spiele gegen den Zweitletzten der Super League, Xamax Neuchâtel, die am Pfingstsamstag und Pfingstmontag über die Bühne gehen werden. Der TV-Sender Sat 1 überträgt live.

Quelle: Liechtensteiner Vaterland, Vaduz / Liechtenstein
Link: http://www.vaterland.li


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