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Neues Bankgebäude eingeweiht
29. April 2002

Die Neue Bank AG, die am 1. Juli 1992 als vierte Bank in Liechtenstein ihre Tätigkeit aufgenommen hatte, feierte am vergangenen Samstag gleich zwei Feste, nämlich das zehnjährige Jubiläum und den Bezug des neuen Gebäudes.

Von Günther Fritz

Im Beisein von Fürstin Marie von und zu Liechtenstein und deren Enkelin Prinzessin Marie Caroline wurde das neue Bankgebäude an der Marktgass 20 in Vaduz feierlich eröffnet. Der Eingang zum neuen, prachtvollen Gebäude findet sich auf dem Oberdeck der Parkgarage. "Dass unser zehnjähriges Jubiläum und der Bezug unseres neuen eigenen Bankgebäudes zusammenfallen, freut uns umso mehr", erklärte Arnold Wille, Mitglied der Geschäftsleitung und Projektleiter beim Neubau.

Die vierte Konzession

Wie Verwaltungsratsvizepräsident Hermann Wille zur zehnjährigen Geschichte der Neuen Bank ausführte, wurden bis 1992 innerhalb von 72 Jahren lediglich drei Banken gegründet, nämlich 1920 die Bank in Liechtenstein AG, heute LGT Bank in Liechtenstein, 1956, also 36 Jahre danach, die Verwaltungs- und Privatbank AG und 1992, wieder 36 Jahre später, die Neue Bank AG. Zusammen mit der ältesten Bank, der Liechtensteinischen Landesbank, hatten somit Ende 1992 vier konzessionierte Banken ihren Gesellschaftssitz in Liechtenstein. Heute sind es insgesamt 17 konzessionierte Banken.

Pionierarbeit geleistet

Regierungsrat Ernst Walch, der die Grussbotschaft der Regierung überreichte, führte aus, dass zur Zeit der Bankgründung der Name der neuen, vierten Bank in Liechtenstein wie ein Staatsgeheimnis gehütet worden sei. Namen wie "Balzner Bank AG" seien intern diskutiert worden. Doch in der Öffentlichkeit habe man bei allen Spekulationen stets von der "neuen Bank" gesprochen. Und da das Volk immer Recht habe, hätte man keinen treffenderen Namen als "Neue Bank" aussuchen können. Ernst Walch erinnerte daran, dass damals noch der Landtag die Zustimmung zu einer Bankkonzession erteilen musste. Aufgrund der Bedürfnisklausel musste zuerst ein Bedürfnis nachgewiesen werden. Die Gründer der Neuen Bank hätten damals das Undenkbare denkbar gemacht und Mut bewiesen. Sie hätten sozusagen am Vorabend des EWR-Beitritts bereits das Eis gebrochen und mit der Gründung der Neuen Bank wahre Pionierarbeit geleistet.

Spenden für Kinderheim Gamander und den LED

Im Rahmen der Einweihungsfeierlichkeiten überreichte Paul Büchel, Mitglied der Geschäftsleitung, an Fürstin Marie symbolisch den Autoschlüssel für einen behindertengerechten Bus für das Kinderheim Gamander in Schaan. Marie-Louise Eberle vom Liechtensteinischen Entwicklungsdienst (LED) durfte Spenden in Höhe von 50'000 Franken entgegennehmen. "Denn bei all der Freude über das Erreichte und die erfolgreiche Zeit möchten wir nicht vergessen, dass dies alles nicht so selbstverständlich ist und auf der Welt leider noch sehr viele Menschen in grosser Not und Armut leben", betonte Paul Büchel bei der Überreichung der namhaften Spenden.

Quelle: Liechtensteiner Valterland
Link: http://www.vaterland.li


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