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Massnahmen zur Stärkung des Bildungsstandortes Liechtenstein umgesetzt
VADUZ - Mit dem Wandel der Arbeitswelt ändert sich auch das Anforderungsprofil für eine erfolgreiche Berufskarriere. Vor diesem Hintergrund hat die Regierung den Bildungsstandort Liechtenstein weiterentwickelt und insbesondere die Aus- und Weiterbildung aufgewertet. Damit wurden die Grundlagen für das lebenslange Lernen geschaffen.
(Martin Frommelt)
Massnahmen zur Stärkung des Bildungsstandortes Liechtenstein umgesetzt
«Mit dem neuen Stipendiengesetz hat Liechtenstein einen wichtigen Schritt in Richtung lebenslanges Lernen unternommen, denn im Zentrum des neuen Gesetzes steht die gleichberechtigte Förderung von allgemeinbildender und berufsbildender Ausbildung respektive Weiterbildung», fasst Regierungschef-Stellvertreterin Rita Kieber-Beck zusammen.
Neues Stipendiengesetz
Somit geht das Gesetz, das im Übrigen eine Vereinfachung der Verfahrensabläufe und mehr Transparenz in der Entscheidung bringt, gezielt auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Lernbiografien ein. Es deckt weiterhin die Interessen von Studierenden, die in der Finanzierung ihrer Ausbildung staatlicher Unterstützung bedürfen und zusätzlich beispielsweise die Interessen berufstätiger Personen, die berufliche Weiterbildungsgänge absolvieren möchten. Damit bringt das neue Gesetz eine deutliche Aufwertung der Aus- und Weiterbildung und schafft einen geeigneten Rahmen für die flexible Arbeitswelt von morgen.
Eine weitere Verbesserung des Bildungsstandortes konnte durch verschiedene Massnahmen im Hochschulbereich erzielt werden. Einerseits wurden das Hochschulrahmengesetz und das Gesetz über die Hochschule Liechtenstein erarbeitet respektive angepasst, andererseits wurde mit dem Finanzbeschluss zur Fachhochschule Liechtenstein die Basis für eine konsequente Weiterentwicklung der Fachhochschule geschaffen. Ein unabhängiges Expertengutachten hat zuletzt aufgezeigt, dass dieser Weg richtig ist und die Fachhochschule im Schweizer Vergleich sehr hohe Qualität bietet. Das Gutachten hält fest, dass die Fachhochschule vermehrt jene Personen ausbilden kann, welcher die Wirtschaftsregion bedarf.
Sportschule und Kunstschule
Auch in anderen Bereichen konnten durch die vollzogenen Massnahmen die beruflichen Perspektiven der Schüler verbessert werden. Mit der Kunstschule beispielsweise wurde das Ziel realisiert, musisch begabten Menschen den beruflichen Einstieg und Werdegang zu erleichtern. Mit der Sportschule schliesslich wurde eine geeignete Plattform geschaffen, um die schulische und sportliche Entwicklung von Sporttalenten in Einklang zu bringen und Laufbahnen im Profisport zu erleichtern.
Untersuchungen belegen Wirksamkeit der Massnahmen
Diese und weitere Massnahmen haben dazu beigetragen, den Bildungsstandort Liechtenstein auf künftige Anforderungen vorzubereiten. Unabhängige Untersuchungen wie das Expertengutachten zur Fachhochschule oder die erfreulichen Ergebnisse von PISA 2003 zeigen, dass diese Massnahmen erfolgreich wirken und die Reformen in die richtige Richtung weisen.
Noch mehr Flexibilität
Mit verschiedenen Projekten und Massnahmen des FBP-Wahlprogrammes soll diese positive Entwicklung fortgeführt werden. Beispielsweise mit einer weiteren Flexibilisierung des Schuleintrittsalters, durch eine weitere Verbesserung der Durchlässigkeit der Bildungswege und ein verstärktes Leistungsprinzip sowie Massnahmen zur Qualitätssicherung. Darüber hinaus sollen die Schulen mehr Eigenverantwortung erhalten und die Zusammenarbeit zwischen den Schulen und der Wirtschaft intensiviert werden, um dadurch ein bedarfsgerechtes Lehrstellenangebot zu fördern.
Quelle: Liechtensteiner Volksblatt, Schaan / Liechtenstein
Link: http://www.volksblatt.li
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