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Regierungschef Otmar Hasler holt sich Unterstützung des amerikanischen Finanzministers
Das mächtigste Land der Erde, die USA steht auf Liechtensteins Seite. Diese erfreuliche Nachricht ist das Ergebnis des gestrigen Arbeitsgesprächs von Regierungschef Otmar Hasler und US-Finanzminis-ter Paul O'Neill.
Wolfgang Zechner aus Washington
Die Themen, die während des halbstündigen Gesprächs von Otmar Hasler zur Sprache kamen, dürfen wohl getrost als «sensibel» bezeichnet werden: OECD-Forderungen, «Terrorismusbekämpfung» und «EU-Zinsertragsbesteuerungen» standen auf der «Tagesordnung». Hasler erläuterte dem amerikanischen Spitzenpolitiker Liechtensteins Position in Sachen OECD: Man sei, so Hasler, zur Kooperation bereit, wolle aber als gleichwertiges Mitglied behandelt werden. O'Neill sicherte dem Regierungschef die Unterstützung der USA zu: «Es gibt keine Unterschiede in unseren gemeinsamen Wertvorstellungen. Die USA wird sich für die Anliegen Liechtensteins bei der OECD einsetzen», so O'Neill. Über andere Liechtensteiner Bemühungen zeigte sich der US-Finanzminister erstaunlich gut informiert. Vor allem lobte O'Neill die gute Zusammenarbeit der liechtensteinischen Behörden mit den USA in Sachen Geldwäsche- und Terrorismusbekämpfung. In Sachen EU-Zinsertragsbesteuerung reagierte O'Neill vorsichtig. Die USA, die ja von dieser Zinsertragsbesteuerung selbst betroffen sein könnte, prüfe derzeit die Situation.
Als Hasler O'Neill schliesslich von der grossen Anteilnahme der Liechtensteiner Bevölkerungen an den schrecklichen Ereignissen vom 11. September 2001 berichtete, reagierte der US-Finanzminister emotional und dankte dem Regierungs-chef für dessen Worte. Am Tag zuvor hatte Hasler ja den «Ort des Schreckens» mitten in New York persönlich besucht.
Quelle: Liechtensteiner Volksblatt
Link: http://www.volksblatt.li
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