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Ministertreffen der EFTA-Staaten heute und morgen in Liechtenstein
VADUZ - Unter dem Vorsitz von Aussenministerin Rita Kieber-Beck findet heute und morgen das Ministertreffen der Europäischen Freihandelsassoziation EFTA in Vaduz statt. Eines der zentralen Themen: Die strategische Ausrichtung der EFTA-Drittlandpolitik der nächsten Jahre.
(Martin Frommelt)
Ministertreffen der EFTA-Staaten heute und morgen in Liechtenstein
Liechtenstein, das im ersten Halbjahr den EFTA-Vorsitz innehat, ist zum zweiten Mal Gastgeber des EFTA-Ministertreffens. Die Schweiz wird durch Bundesrat Joseph Deiss vertreten, Norwegen durch Handelsminister Borge Brende und Island durch Aussenminister David Oddsson. Der Ministerreigen wird komplettiert durch EFTA-Generalsekretär William Rossier, der im Range eines Ministers steht. Gleichzeitig zum Ministerkomitee tagen in Vaduz der EFTA-Parlamentarierausschuss und das EFTA-Konsultativkomitee. Es sind auch gemeinsame Treffen der Minister mit diesen Komitees angesetzt. Sämtliche Diskussionen und Treffen finden unter dem Vorsitz von Aussenministerin Rita Kieber-Beck statt. Die Gäste sind bereits gestern in Liechtenstein eingetroffen.
Drittlandpolitik
Wie Aussenministerin Rita Kieber-Beck gegenüber dem Volksblatt sagte, wird das Treffen zu einem grossen Teil der Diskussion über die strategische Ausrichtung der EFTA-Drittlandpolitik für die kommenden Jahre gewidmet sein: «Die EFTA-Drittlandpolitik steht an einem Scheideweg. In der Vergangenheit hat die EFTA ihr Netz von Freihandelsabkommen grundsätzlich parallel zur EU, vor allem in Ost- und Mitteleuropa und im Mittelmeerraum, ausgebaut. Parallelität mit der EU wird weiterhin eine Leitlinie bleiben. In Vaduz steht aber eine mögliche, darüber hinausgehende Neuorientierung zur Diskussion. Die zentrale Fragestellung ist: Soll neu den Wirtschafts- und Handelsinteressen der EFTA-Staaten erste Priorität eingeräumt werden und sollen damit die EFTA-Freihandelsbeziehungen zusätzlich vermehrt eigenständig in Richtung der heutigen und der zukünftigen Welthandelsmächte ausgerichtet werden?»
Im Besonderen werden die EFTA-Minister die Freihandelsabkommen erörtern, die gegenwärtig mit der Republik Korea, der Südafrikanischen Freihandelszone SACU, Thailand, Ägypten und Kanada ausgehandelt werden. Durch Freihandelsabkommen wird sichergestellt, dass die EFTA-Staaten gegenüber ihren Hauptkonkurrenten (in der Regel EU-Wirtschaftsteilnehmer, aber in gewissen Fällen auch die USA) in den entsprechenden Partnerländern einen diskriminierungsfreien Marktzugang haben.
Quelle: Liechtensteiner Volksblatt, Schaan / Liechtenstein
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