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13. Werdenberger Industrie- und Gewerbeausstellung eröffnet
Über den Tellerrand blicken und Brücken schlagen – an der 13. Wiga in Buchs präsentieren Werdenberger und Liechtensteiner gemeinsam eine Wirtschaftsregion.
von Janine Köpfli
Schönes Wetter hin oder her. Prominente aus Politik und Wirtschaft trafen sich am Samstag am Werdenbergersee in Buchs, um eine wichtige, wenn nicht die wichtigste, Woche für die regionale Wirtschaft einzuläuten. Über 200 Aussteller sind es, die sich an der dies-jährigen Werdenberger Industrie- und Gewerbeausstellung (Wiga) von ihrer besten Seite zeigen. Mit ihrem Auftritt beweisen sie, dass mit Motivation und Engagement auch wirtschaftlich weniger rosige Zeiten zu überstehen sind.
Spät, aber nicht zu spät
«Angst ist ein schlechter Ratgeber», sagte dann auch Urs Marquart, Verwaltungsrats-präsident der Wigab AG, in seiner Begrüssungsrede. Er freute sich, dass viele Unternehmen der Region an die Zukunft glauben, dass sie ihre Chancen sehen und handeln. Damit trotzen sie der von Unsicherheit geprägten Wirtschaftslage. Dieser Weg sei nicht immer einfach, aber es sei der Weg gegen den Strom, der zur Quelle führe. Viele hätten das jedoch noch nicht erkannt. «Uns fehlen die Visionen», sagte Marquart. «Der Eigennutz kommt vor der Gemeinschaft und die Miss-gunst hat die Achtung verdrängt.» Unbequemen Fragen gehe man aus dem Weg. Wie geht es weiter mit der AHV? Mit den fehlenden qualifizierten, jungen Arbeitskräften? Mit der Hochpreisinsel Schweiz? Mit Sicherheit und Wohlstand? Genau diese Fragen gelte es zu beantworten, um die Verunsicherung abbauen und die stagniersende Wirschaft sowie die Konsumbereitschaft wieder in Gang setzen zu können. «Es ist spät, aber noch nicht zu spät.» Die Wiga biete eine gute Gelegenheit, um sich miteinander zu unterhalten, zu diskutieren, sich weiterzubilden, zu informieren. Kurz: Sich zu begegnen und gemeinsam nach vorne zu blicken.
Grenzen überschreiten
Das «Gemeinsam» ist auch für Wirtschaftsminister Klaus Tschütscher zentral. «Wir müssen grenzüberschreitend denken und wirtschaften», sagte er im Rahmen der Wiga-Eröffnungsfeier. Die Schweiz und Liechtenstein seien in vielen Bereichen eng miteinander verbunden. Es sei daher unumgänglich, zusammen zu arbeiten und Projekte gemeinsam anzugehen. Der persönliche Kontakt erscheint ihm in diesem Zusammenhang besonders wichtig. «Wir müssen Brücken schlagen, denn wir leben in einer Wirtschsftsregion – der Wirtschaftsregion Rheintal.» Nur wer handle und Mut habe auch Risiken einzugehen, könne wirtschaftlich erfolgreich sein. «Wer stehen bleibt, wird geschluckt», sagte Tschütscher.
Die kleinen und mittleren Industrie- und Gewerbebetriebe der Region haben viel Zeit und Kreativität für ihren Auftritt an der Wiga aufgebracht. Sie möchten in der kommenden Messewoche vor allem eins zum Ausdruck bringen: «Wir wollen weiterkommen.»
Die Wiga ist bis nächsten Sonntag täglich geöffnet. Die Veranstalter erwarten bis zu 30'000 Besucher.
Quelle: Liechtensteiner Vaterland, Vaduz / Liechtenstein
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