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Der «First Advisory City Sprint» in Mauren war durchwegs ein Erfolg und fand im Schweden Björn Lind einen würdigen Sieger. Lokalmatador Markus Hasler glänzte als Fünfter. Beid en Frauen triumphierte die Russin Julia Tschepalova.
von Ernst Hasler
Im Vorfeld hatte er erklärt, dass es eine Ehre wäre, sich fürs Finale zu qualifizieren. Angetrieben von den knapp 3’000 Fans konnte er den reinen Sprintspezialisten Paroli bieten, doch fürs Finale reichte es letztlich nicht. Da waren die Schweden Lind und Oestberg, der Norweger Iversen und der Pole Krezelok zu stark.
Lind mit starkem Finish
Björn Lind war gestern eine Klasse für sich und distanzierte den Zweitplatzierten, seinen Landsmann Mikael Oestberg, deutlich. «Das war eine gute Show meinerseits und die Zuschauer sind bestimmt auf ihre Rechnung gekommen. Das macht grosse Freude», freute sich Weltcupleader Björn Lind über den Sieg.
Er weilte erstmals in Liechtenstein und war von seinem ersten Aufenthalt angetan. «Ich liebe dieses Land, vielleicht ist es möglich, dass ich hierher mit meiner Familie übersiedle», so Lind, der auch klarstellte, dass die Schweden keine spezielle taktische Order fürs Finale gewählt hatten: «Darüber haben wir uns nicht unterhalten. Es lag an jedem selbst, seine Chance zu suchen. Das war bestimmt die richtige Entscheidung.»
Keineswegs als Verlierer sah sich der Zweitplatzierte Mikael Oestberg. «Das ist ein tolles Ergebnis und hat meine Erwartungen bei weitem übertroffen», gestand Oestberg ein und freute sich über den schwedischen Doppelsieg. «Das ist super und verleiht mir für die Olympischen Spiele viel Selbstvertrauen», präzisierte Oestberg und sprach sich lobend über den «First Advisory City Sprint» aus. «Ein hervorragender Kurs, gute Bedingungen, solche Sprints machen Spass.»
Hasler im Halbfinale out
Markus Hasler konnte sich im Viertelfinale in der ersten Gruppe mit Trond Iversen (No), Lefteris Fafalis (Grie) und Mikhail Botwinov (Ö) als Zweiter hinter Iversen fürs Halbfinale qualifizieren. «Das wird nun aber eine enge Sache», meinte der Unterländer unmittelbar nach dem Einzug ins Halbfinale. «Ich hätte den Halbfinal-Einzug auch verpassen können», gestand der Eschner. Im Halbfinale traf er auf Janusz Krezelok (Pol), Mikhael Oestberg (Sd) und Olympiasieger Tor Arne Hetland (No), war jedoch auf verlorenem Posten und wurde ins kleine Finale verwiesen. «Das ist eben der deutliche Unterschied zu den Sprintspezialisten. Auf der zweiten Runde gab Hetland mächtig Gas, während jener Tempobeschleunigung verlor ich fünf, sechs Meter, diese Lücke konnte ich nicht mehr wirklich schliessen», so Hasler.
Dass auch Olympiasieger Tor Arne Hetland im Finale fehlte, war die Sensation. «Er hatte einen Kontakt mit einem Schweden, verlor den gesamten Schwung und schaffte den Anschluss nicht mehr. Der Pole hingegen nutzte seine Chance», gab Markus Hasler seine Beobachtungen preis. Selbstkritisch äusserte sich Hetland. «Heute war ich nicht gut genug. Jetzt hoffe ich, dass mir in Davos die Revanche glückt. Noch wichtiger wird der Sprint an den Olympischen Spielen in Turin sein», wendet sich Hetland den nächsten Aufgaben zu.
Versöhnlicher Abschluss
Für Markus Hasler wurde es letztlich ein versöhnlicher Abschluss, denn völlig überraschend gewann er das kleine Finale (Ränge fünf bis acht), zumal er beim Start gestürzt war. «Ich stand auf, setzte sofort nach und konnte aufschliessen, da vorne das Tempo sehr mässig angeschlagen war. Die Konkurrenten haben entweder taktiert oder Kräfte geschont. Danach übernahm ich die Spitze. Schliesslich konnte ich sie mit meinem forcierten Antritt überraschen. Das ist eben der Unterschied von einem zum anderen Lauf», so Markus Hasler, der mit diesem Resultat mehr als zufrieden sein darf.
Iversen Prologsieger
«Die geben ja mächtig Gas», gestand Markus Hasler, dass er seit zwei Jahren nicht mehr an Sprintbewerben teilgenommen hatte; dennoch realisierte er die neunte Prologzeit. Trond Iversen (No) dominierte den Prolog in der Tat eindrücklich und setzte eine eindrücklich Bestmarke.
Quelle: Liechtensteiner Vaterland, Vaduz / Liechtenstein
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