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Am zweiten Tag seines Liechtenstein-Besuches erhielt der Präsident des Internationalen Roten Kreuzes (IKRK) namhafte Beiträge seitens des Staates sowie des Liechtensteinischen Roten Kreuzes (LRK).
Von Matthias Hassler
Auf dem Programm von Jakob Kellenberger standen am Dienstag ein Besuch im LRK-Büro in Vaduz, ein Arbeitsgespräch mit Regierungschef Otmar Hasler sowie ein Empfang beim Fürstenpaar auf Schloss Vaduz. Im Rahmen des Besuches in den Räumlichkeiten des Liechtensteinischen Roten Kreuzes erhielt der IKRK-Präsident aus den Händen von LRK-Präsidentin Fürstin Marie grosszügige Spenden, unter anderem 200'000 Franken für Hilfeleistungen in Afghanistan.
Beitrag des Staates erhöht
Regierungschef Otmar Hasler gab im Anschluss an das Arbeitsgespräch bekannt, dass die Regierung beschlossen habe, den Beitrag für das IKRK-Budget 2002 von 150'000 auf 250'000 Franken zu erhöhen. Mit diesem Zuschuss werden sieben verschiedene Hilfsprogramme des IKRK unterstützt.
Gemäss Otmar Hasler erhielt die humanitäre Organisation während des vergangenen Jahres von Liechtenstein Projekt-Beiträge von insgesamt rund 500'000 Franken. Darüber hinaus wurde das LRK mit rund 300'000 Franken unterstützt. Hinzu kamen zahlreiche Spedenaktionen, deren Sammelergebnis von der Regierung jeweils verdoppelt wurde. Daraus ergaben sich weitere 550'000 Franken an finanziellen Beiträgen.
Dass Liechtenstein das IKRK so grosszügig unterstützt, bezeichnete der Regierungschef im Rahmen einer Medienkonferenz als Selbstverständlichkeit. Zudem wies er darauf hin, dass das IKRK die bedeutendste humanitäre Organisation der Welt sei.
Jakob Kellenberger seinerseits sagte, dass Liechtenstein, obwohl es ein kleines Land ist, einer der wichtigsten Partner für das IKRK sei, und das nicht nur aufgrund der grosszügigen finanziellen Unterstützung. Eines der Hauptanliegen des IKRK sei die Einhaltung des humanitären Völkerrechts, insbesondere in Kriegsgebieten. In diesem Zusammenhang würden die Staaten eine wichtige Rolle spielen, so Kellenberger, indem sie zum Ausdruck brächten, dass ihnen die Einhaltung der Völkerrechte wichtig sei. Er habe feststellen können, dass Liechtenstein und das IKRK in ihren völkerrechtlichen Bestrebungen auf der gleichen Linie liegen würden.
Quelle: Liechtensteiner Vaterland
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