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Grenzüberschreitender Verkehr fordert grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei Verkehrskonzepten. So lautet die Hauptforderung der Anti-Transit-Velotour <
Von Johannes Mattivi
Grenzüberschreitend einig in der Ablehnung des Letzetunnels als potenziellem Transit-Verstärker zeigten sich gestern in Tisis der Bürgermeister von Frastanz, Harald Ludescher, und sein Maurer Amtskollege Johannes Kaiser. Auf Frastanzer Gemeindegebiet würde der geplante Letzetunnel mit Anbindung an die Vorarlberger Autobahn A 14 beginnen, und an der Grenze zu Schaanwald würde der Tunnel den befürchteten Lkw-Mehrverkehr abladen.
Bodenopferung in geschützter Riedlandschaft
Eine wesentliche Sorge des Frastanzer Bürgermeisters Ludescher bei einem Bau des Letzetunnels wäre ein weiterer Verlust von geschütztem Riedland auf Frastanzer Gemeindegebiet, wie er gestern vor den Teilnehmern der Velo-Protest-Fahrt sagte. Die Frastanzer Zufahrt zum Letzetunnel würde durch Grundwasserschutz- und -schongebiet führen - <
Unfaires Verhalten der Vorarlberger Regierung
Die Verkehrspolitik der Vorarlberger Landesregierung ignoriere die Interessen des Nachbarn Liechtenstein, sagte der Gemeindevorsteher von Mauren-Schaanwald, Johannes Kaiser. Der Letzetunnel werde von Landeshauptmann Herbert Sausgruber und Stellvertreter Hubert Gorbach zur reinen <> verharmlost. Dabei, so Kaiser, würde der Letzetunnel eine neue Schleuse für mehr Verkehr öffnen, und zudem sei der aus dem Letzetunnel zu erwartende (Mehr-)Verkehr ein grenzüberschreitendes Problem, das grenzübergreifende verkehrspolitische Zusammenarbeit erfordere. Deshalb kritisierte Kaiser den Ausstieg der Vorarlberger Regierung aus der trilateralen Verkehrsstudie, die nunmehr als bilaterale liechtensteinisch-schweizerische Studie zu Ende geführt wurde. Zum Stichwort <
Unterland gegen Letzetunnel und Riedstrasse
Seit vergangenem November seien alle Unterländer Gemeinderäte gegen den Letzetunnel und gegen eine weiterführende Umfahrungsstrasse durch das Unterländer Ried, sagte Johannes Kaiser. Weniger dezidiert gegen den Letzetunnel tritt dagegen die Regierung auf: Letzetunnel ja, wenn er keinen Mehrverkehr bringt, zitierte Johannes Kaiser die Haltung der Regierung. Erst vor kurzem habe der Vorarlberger Landtag zur Kenntnis genommen, dass es so etwas wie Transit überhaupt gebe, sagte dann der Vorarlberger Landtagsabgeordnete Johannes Rauch. Allerdings sei die Vorarlberger Regierungshaltung zum Transit schizophren: Auf der einen Seite werde gegen Transitgefahren gewettert, auf der anderen Seite würden jedoch Strassen gebaut, damit der Transitverkehr ungehindert fliessen könne. Auch Johannes Rauch verwies auf die Notwendigkeit, in der Transitfrage grenzüberschreitend zusammenzuarbeiten. Bevölkerungswiderstand gegen Transitverkehr würde von der Politik wahrgenommen.
Quelle: Liechtensteiner Vaterland
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