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Gemäss dem (schweizerischen) Bundesamt für Migration, betrug der Ausländeranteil an der schweizerischen Bevölkerung 21,3 % (entsprechend 1,6 Mio. Personen). Innerhalb eines Jahres stieg diese Zahl um 0,7 Prozent. An der Spitze der Zuwanderer stehen die Deutschen, deren Zahl sich in einem Jahr um rund 36'000 auf 224'000 erhöht hat.
Damit bestätigt die Statistik einen Beitrag in „Spiegel-Online“. Danach zahlt Deutschland „zwar die besten Gehälter, verliert aber jährlich zehn Prozent der Top-Talente durch Abwanderung. Eine neue Studie zeigt: Die Schweiz ist der grösste Magnet für Europas Arbeitsnomaden.“
Aus liechtensteinischer Sicht ist dieser Trend ebenfalls spürbar. Nachdem inzwischen mehr als die Hälfte der Beschäftigten unserer Volkswirtschaft Grenzgänger sind, spürt man die stärkere Zuwanderung deutscher Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in jüngerer Zeit deutlicher den je.
Diese Entwicklung bezieht sich nicht nur auf die hochqualifizierten „ deutschen Arbeitsnomaden“, die man insbesondere in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Industrie sowie in den Führungsetagen unserer Finanzwirtschaft wiederfindet. Sie stellen in den letzten Jahren in zunehmender Weise auch einen grossen Teil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gewerbes dar.
Auch bei uns gibt es konkrete Zahlen. So betrug die Zahl der deutschen Zupendler Ende des vergangenen Jahres in unserem Lande bereits 2'045 Personen, das sind über 100 mehr als Ruggell im Jahre 2005 Einwohner zählte.
Der (nicht nur bei uns) umstrittene deutsche Finanzminister Perr Steinbrück, hat sich mit der an der Pariser OECD-Schrumpftagung geäusserten Peitschendrohung gegen die Schweiz, zweifellos selbst als Voyou abgestempelt.
Steinbrück unterstellt der Schweiz, sie begünstige Steuerbetrug indem sie Informationen zu dessen Bekämpfung zurückhalte.
Ist die offizielle Abwanderung von 36'000 Deutschen, die in den letzten Monaten in die Schweiz (und nach Liechtenstein) stattfand, nicht auch als eine dramatische „Volksabstimmung mit den Füssen“ zu verstehen, die aus der Mitte der deutschen Gesellschaft kommt?
Liegt es vielleicht daran, dass der deutsche Staat sich aktuell selbst in eine Krise hineinmanövriert hat, aus der er sich - wie weiland Münchhausen – nur noch am eigenen Schopf ziehen kann?
(wbw)
Quelle: Walter Bruno Wohlwend (wbw)
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