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Das zehnte und vermutlich auch letzte Little Big One ging an diesem Wochenende über die Bühne
Nenas 99 Luftballons trugen das Little Big One davon. Die letzten Töne des liechtensteinischen Musikfestivals sind verklungen und zumindest in Liechtenstein wurden für immer die Zelte abgebrochen.
Doris Meier
Es war nicht ein Abschied wie es sich die Veranstalter gewünscht hätten. Regen fiel zwar nie, aber die Hitze war so drückend, dass nur gerade 8 bis 9000 Besucherinnen und Besucher den Weg ins Vaduzer Städtle fanden (im Rekordjahr 1999 waren rund 16 000 Besucher gezählt worden). Schade, denn das Programm liess wirklich keine Wünsche offen. Kreischen konnten die Teenager bei Tiziano Ferro, dem gutaussehenden italienischen Newcomer, bei der schwedischen Band Escobar und natürlich Xavier Naidoo, dem Mannheimer Soul-Poeten. Für eine unglaubliche Stimmung bei Jung und Alt sorge allen voran Nena, daneben aber auch BAP und die Schweizer Band Subzonic. Aber auch die verschiedenen Gruppen aus Liechtenstein mussten sich in keinster Weise verstecken. Shakeadelic, The Hilarious Blues und Funk Band und BSP langten kräftig in die Tasten und Saiten. Frech und funkig kamen De Phazz, Philipp Fankhausers Funkhouseblues, CeCe Rogers und The Tarantinos daher. Frauenpower war bei Sister Slegdge und bei Mush angesagt.
Flaniermeile eintrittsfrei
Aber nicht nur die Bands sorgten für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Die Flaniermeile zwischen der Marktbühne und der Rathausbühne war in diesem Jahr zum ersten Mal ohne Eintrittskarte zugänglich. Hungrige und Durstige konnten sich da umfassend kulinarisch verwöhnen lassen.
Mit Tränen in den Augen
«Es ist ein schwerer Moment, wir nehmen ungern Abschied von diesem Fest. Wir danken allen, die uns unterstützt haben», sagte Roman Banzer, Mitglied des Organisationskomitees. Er sprach für den «Vater» des Festivals Michael Gattenhof. Dieser stand mit Tränen in den Augen daneben, er war sprachlos. Zum 10. Geburtstag und zugleich zu seinem «Begräbnis» sang Trix Burkhart einen speziellen Little Big One Song zu der Melodie von «Killing me softly». Nicht nur die zahlreichen Helfer, die mit Wunderkerzen im Hintergrund standen, hielten ihre Tränen zurück, auch das Publikum war gerührt. Mit Nenas 99 Luftballons wurde das Little Big One auf die Reise geschickt. Vielleicht wird es ja irgendwo wieder einmal Halt machen.
Quelle: Liechtensteiner Volksblatt
Link: http://www.volksblatt.li
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