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Österreichs Bundeskanzler Wolfgang Schüssel weilte gestern zu einem eintägigen Staatsbesuch in Liechtenstein. Es kam dabei zu Treffen mit Regierungschef Otmar Hasler und dem Fürsten Hans-Adam II.
Von Ingo Kleinheisterkamp
Anlässlich des Staatsbesuches hielten der österreichische Bundeskanzler und liechtensteinische Regierungschef Otmar Hasler eine Medienkonferenz ab. Regierungschef Hasler betonte die gut nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen Liechtenstein und Österreich. Er habe sich auf das Gespräch mit Schüssel gefreut, der das Land bereits gut kenne. Der österreichische Bundeskanzler sei ein ausgewiesener Kenner Europas und der europäischen Szene und somit ein kompetenter Gesprächspartner über die Europäische Union. Für einen Kleinstaat sei der ständige Veränderungsprozess, dem Europa derzeit unterliege, eine Herausforderung, sich stetig neu zu positionieren. Deswegen sei es umso wichtiger, verlässliche Partner zu haben.
Uneinigkeit beim Verkehrsproblem
Trotz der betont guten Nachbarschaft negierten beide Regierungschefs nicht, dass es eine Meinungsverschiedenheit gibt. Diese ist der als <> verharmloste Letzetunnel. Österreichs Bundeskanzler Wolfgang Schüssel meinte, das Problem Verkehr könne nur als Ganzes in der Region betrachtet werden. Es mache keinen Sinn, nur Feldkirch und Liechtenstein isoliert zu betrachten. Deswegen sei er für eine überregionale Lösung, die gemeinsam angegangen werden müsste. Darüber hinaus betonte der Bundeskanzler, dass anlässlich einer Reform der österreichischen
Verwaltungsstruktur der Strassenbau Ländersache geworden sei. Das Land Vorarlberg sei für die Planung und den Bau des Tunnels voll verantwortlich, so Schüssel, der damit die Verantwortlichkeit einfach anderen Stellen zuweist. Auf die Nachfrage, warum er einerseits für eine gross angelegte Lösung des Verkehrs in der Region plädiere, andererseits das Land Österreich aber aus der trilateralen Studie (St. Gallen, Liechtenstein, Österreich), die vor wenigen Tagen präsentiert wurde, vorzeitig ausgestiegen sei, gab Schüssel keine Antwort.
Quelle: Liechtensteiner Vaterland
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