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Mit ambitiösen Zielen und attraktiven Dienstleistungen setzt die GWK zukunftsorientierte Akzente
Bei der liechtensteinischen Gewerbe- und Wirtschaftskammer (GWK) kann von Ferienstimmung nicht die Rede sein. Auf Hochtouren arbeitet die GWK-Führung an der Umsetzung des Leistungsauftrages 2001 und 2004. An der gestrigen Medienkonferenz wurden verschiedene Projekte vorgestellt.
Doris Meier
«Den Leistungsauftrag haben wir uns selber gegeben», erklärte gestern Nodi Matt, Präsident der GWK. Es handle sich dabei um verschiedene Ziele und Projekte, die die GWK bis 2004 umsetzen wolle. Ein Ziel ist es beispielsweise, in Zukunft viel mehr Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Dass die GWK-Führung dieses Ziel sehr ernst nimmt, hat sie bei der gestrigen Präsentation verschiedenster Projekte gezeigt. Vor allem Projekte zur Förderung von Lehrberufen und Jungunternehmen stehen auf dem Plan.
«Innovation»Förderungspreis
«Liechtenstein ist eines der wenigen Länder in Europa, das keine aktive Wirtschaftsförderung betreibt», erläuterte GWK-Vizepräsident Herbert Steffen. Deswegen sei es wichtig, die Klein- und Mittelunternehmen (KMU) zu stärken und die Jung-unternehmer zu innovativen Projekten zu motivieren. Im Bewusstsein, dass den kleineren und mittleren Unternehmen bei der Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit der Volkswirtschaft eine sehr bedeutende Rolle spielen, hat die GWK den «Innovation»-Förderungspreis ins Leben gerufen. Dieser ist mit 10 000 Franken dotiert. Das Preisausschreiben hat laut Herbert Steffen bei den Jungunternehmern guten Anklang gefunden. Bis zum Einsendeschluss am 10. Juli hätten sich zahlreiche Teilnehmer angemeldet. Die Preisverleihung ist Mitte Oktober vorgesehen.
Berufe hautnah miterleben
Aber auch für Jugendliche, die erst ins Berufsleben einsteigen wollen, bietet die GWK verschiedene Projekte. Eines davon ist die «Berufsschau 2002 der gewerblichen Wirtschaft», die Ende September auf dem Spoerry-Areal in Vaduz stattfinden soll (das Volksblatt berichtete). 40 Berufsgattungen sollen dort möglichst praxis- und wirklichkeitsnah vorgestellt werden. Laut Noldi Matt wurde die Berufsschau bereits den Lehrpersonen vorgestellt und habe dort ein grosses Echo gefunden. Bereits 30 Schulklassen hätten sich für eine Führung durch den erlebnisreichen Rundgang angemeldet. Zielpublikum der Berufsschau sind vor allem Schülerinnen und Schüler im Berufswahlprozess, Lehrer und Eltern von Jugendlichen, aber auch sonstige Interessierte. Im Zusammenhang mit der Berufsschau wird auch ein Jugendmagazin lanciert, das künftig drei bis vier Mal jährlich erscheinen soll. «Wir schaffen die Rahmenbedingungen für dieses Magazin, die Schüler werden Texte und Beiträge selber beisteuern», erklärte Oliver Gerstgrasser, Geschäftsführer der GWK, den Medien. Es soll also ein Magazin von Jugendlichen für Jugendliche werden. Ziel der Berufsschau und des Jugendmagazins ist es, das Image der gewerblichen Berufe zu fördern und leistungsstarke und motivierte junge Leute für eine Berufsausbildung im Gewerbe zu gewinnen.
Qualifizierte Lehrbetriebe
Zur Imageförderung gehört aber auch die Qualität von Lehrbetrieben. Deswegen startet die GWK ausserdem ein Lehrbetrieb-Qualifizierungsprojekt. Zwei Unternehmen aus der Haustechnikbranche wurden für dieses Pilotprojekt gewonnen. Die Lehrlingsbetreuer der beiden Firmen arbeiten mit der GWK zusammen, um ein sektionenübergreifendes Qualitätsmanagement aufzubauen. In der ersten Phase wird die GWK als Kontrollstelle auftreten und die Prüfung der beiden Lehrlingsbetriebe übernehmen. Längerfristiges Ziel ist es aber, dass das Qualifizierungsverfahren von einer unabhängigen Stelle durchgeführt wird.
Quelle: Liechtensteiner Volksblatt
Link: http://www.volksblatt.li
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