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Das Staatsfeiertagsmagazin des «Liechtensteiner Vaterlands» ist dieses Jahr den Perspektiven der liechtensteinischen Jugend gewidmet. Das Magazin wird heute per Post allen Haushalten in Liechtenstein zugestellt.
Von Matthias Hassler
Entgegen der Tradition der vergangenen Jahre wurden für das diesjährige Staatsfeiertagsmagazin nicht Autorinnen und Autoren ausgewählt, die zum vorgegebenen Thema einen Beitrag schreiben. Um unter dem Motto «Perspektive Liechtenstein» ein möglichst breites Spektrum an Meinungen und Ansichten zu den Perpektiven der Jugend in Liechtenstein zu erhalten, haben Redaktorinnen und Redaktoren des «Liechtensteiner Vaterlands» zu verschiedenen Themenbereichen Vertreterinnen und Vertreter der jüngeren sowie der älteren Generation eingeladen, um an einem Dialog bzw. einer Diskussion teilzunehmen. 20 Personen hatten sich bereit erklärt, an den Gesprächen zu den Themen Staat, Freizeit und Karriere sowie Genuss, Politik, Multimedia und Kultur teilzunehmen.
«Melkkuh» Staat
Beibehalten wurde das traditionelle Interview von Professor Manfred Schlapp mit einem Mitglied des Fürstenhauses. Zum Thema Staat führte er mit Erbprinz Alois ein Gespräch. Darin vertritt der Thronfolger die Ansicht, dass die liechtensteinische Jugend viel für den Staat tun könnte. Doch wie in anderen Staaten sei die Entwicklung zu beobachten, dass sich viele nicht mehr die Frage stellen, was sie für den Staat tun können. «Der Staat wird mehr oder weniger als Melkkuh angesehen. Man interessiert sich also eher für die Frage, wie kann ich möglichst viel aus dem Staat herausholen, ohne einen Finger rühren zu müssen», so Erbprinz Alois. Doch gerade die Jugend sollte sich nach seiner Meinung frühzeitig Gedanken machen, wenn sie auch in 50 Jahren noch glücklich in Liechtenstein leben will.
Jugend mit Zukunft
Doch macht sich die Jugend überhaupt Gedanken über die Zukunft des Staates? Durchaus, waren sich Regierungschef Otmar Hasler, Heike Walser und Manuel Dörig einig. Das Interesse an Politik sei bei der jüngeren Generation - entgegen der vorherrschenden Meinung - nicht minder ausgeprägt als bei der älteren Generation. Das Interesse der jungen Menschen zu erhalten bedinge, diese ernstzunehmen und ihnen zuzuhören. Nur so könne auch ein Engagement für den Staat entstehen.
Auch Marcus Büchel, Leiter des Amtes für Soziale Dienste, ist unter bestimmten Voraussetzungen optimistisch, was die Zukunftsaussichten der Jugend und des Staates anbelangt. Liechtenstein sei schon heute ein Paradies und biete zahlreiche Möglichkeiten. Es gelte, die jungen Menschen bei der Ausarbeitung ihres Lebensentwurfs zu unterstützen. Zu- gunsten der Jugend müsse die Wohlstandsgesellschaft aufhören, ständig nach Schlechtem zu suchen und Kritik zum Selbstzweck verkommen zu lassen. Aber dennoch sind in Liechtenstein Lücken vorhanden, die zu schliessen sich junge Menschen wünschen würden. Sei es ein Bildungssystem, das allen Chancen eröffnet, um Karriere zu machen, oder ein Freizeitbereich, der den jungen Menschen mehr Spielraum eröffnet und ihre individuellen Bedürfnisse abdeckt. Denkanstösse und Lösungsansätze zu diesen und anderen Themenbereichen finden sich im Magazin «Perspektive Liechtenstein».
Quelle: Liechtensteiner Vaterland
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