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Die im Rahmen der OECD wirkende Financial Action Task Force on Money Laundering (FATF) überprüfte an ihrer Plenarversammlung in Hongkong hinter verschlossenen Türen die schwarze Liste der unkooperativen Länder im Kampf gegen die Geldwäscherei und nahm keine Änderung an der 19 Staaten umfassenden Liste vor, wie FATF-Generalsekretär Patrick Moulette anlässlich einer Pressekonferenz am Freitag bekannt gab.
Damit ist Liechtenstein erwartungsgemäss vor einem Re-Listing verschont geblieben. Mehr noch, die strengen Massnahmen, die das Land zur Bekämpfung der Geldwäscherei in den letzten eineinhalb Jahren getroffen hat, wurden ausdrücklich gewürdigt.
Lohn enormer Anstrengungen
Schon bevor Liechtenstein im vergangenen Sommer unter Auflagen von der schwarzen Liste der unkooperativen Staaten gestrichen worden war, hatten sich der Bankenverband und die Treuhändervereinigung für eine Verkürzung der ursprünglich bis Ende dieses Jahres vorgesehen gewesenen Übergangsfrist für die Offenlegung sämtlicher Kontobeziehungen mit liechtensteinischen Banken ausgesprochen.
Seit vergangenem Sommer wurde daher unter grossem Zeitdruck an der Ermittlung der wirtschaftlich Berechtigten an Vermögenswerten gearbeitet, welche ihre Identität gegenüber den Banken bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht offen gelegt hatten, deren Konten also durch Zwischenschaltung von Anwälten und Treuhändern anonymisiert waren.
Ende Dezember waren schliesslich von 98 Prozent aller bei liechtensteinischen Banken geführten Konten die wirtschaftlich Berechtigten bekannt, von 97,2 Prozent der Kunden waren auch die gesetzlich verlangten Profile der Geschäftsbeziehungen erstellt.
Regierungschef Otmar Hasler konnte mit Genugtuung feststellen, die Arbeitsgruppe gegen Geldwäscherei habe die von Liechtenstein ergriffenen strengen Massnahmen auf Gesetzes- und Vollzugsebene ausdrücklich begrüsst. Hasler bekräftigte, dass der Prozess der Umsetzung aller Massnahmen mit unverminderter Kraft weitergeführt werde und auf höchste internationale Standards abziele.
Nach wie vor 19 Länder als unkooperativ eingestuft
An ihrem Treffen in Hongkong überprüfte die FATF auch den Status der 19 Länder, die nach wie vor auf der schwarzen Liste stehen. Dazu gehören unter anderen Ägypten, Indonesien, Israel, Libanon, Nigeria, Russland und die Ukraine. Es wurden weder neue Länder hinzugefügt, noch bisherige nicht kooperative Staaten von der Liste gestrichen. Damit bleiben die Philippinen, die auf eine Streichung gehofft hatten, auf der Liste.
Den Schwerpunkt der Beratungen der 29 Mitglieder der FATF, darunter auch die Schweiz, bildete der Kampf gegen die Finanzierung von Terrororganisationen. Seit der Einigung auf Anti-Terror-Massnahmen in einer Dringlichkeitssitzung im Oktober sei die internationale Zusammenarbeit verstärkt worden, sagte FATF-Generalsekretär Moulette. Er appellierte an alle Länder, die Finanzierung terroristischer Netzwerke zu unterbinden. Über mögliche Sanktionen gegen Staaten, die in diesem Bereich als nicht kooperativ eingestuft werden, wird die Arbeitsgruppe aber erst im Juni beraten.
Quelle: Liechtensteiner Vaterland, Vaduz / Liechtenstein
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