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Expo.02: Der Liechtenstein-Tag vom Samstag auf der Arteplage in Biel war ein grosser Erfolg
Als einziges Gastland wurde Liechtenstein an die Expo.02 eingeladen. Auf der Arteplage in Biel lud Liechtenstein die Schweiz in der Schweiz nach Liechtenstein ein. Und die Gastgeber folgten der Einladung der Gäste.
Cornelia Hofer
«Ich bin überzeugt, dass die Expo nicht nur unserer eigenen Befindlichkeit gut tut. Sie präsentiert auch gegen aussen ein zeitgemässes, vielfältiges, manchmal widersprüchliches, spannendes und schönes Land», sagte Bundespräsident Kaspar Villiger am Samstag im Rahmen des Liechtenstein-Tag an der Expo.02. Die Worte des Schweizer Bundespräsidenten könnte man auch für den eindrücklichen Auftritt Liechtensteins in unserem grösseren Nachbarland verwenden.
Nicht weniger als 75 Mitwirkende vermittelten in einem 60-minütigen Showprogramm ein buntes, witziges, freches und durchaus auch kritisches Bild unseres Landes. Beim Auftritt Liechtensteins stand das Verbindende und die traditionelle Freundschaft zwischen den beiden alpinen Kleinstaaten als zentrale Botschaft im Vordergrund. Die Aufführung, die unter der Regie von Mathias Ospelt stand, war auch eine musikalische Hommage an die Schweiz, bei der alle vier Landessprachen berücksichtigt wurden.
FL-Botschaft als Expo-Botschaft
Dass die Botschaft Liechtensteins in Biel angekommen ist, bewies einerseits die grossartige Zuschauerkulisse, die den drei Aufführungen beiwohnte. Andererseits war es aber auch Nelly Wenger, die Liechtensteins Nachricht angenommen hatte. «Ihre Anwesenheit gibt uns Gelegenheit darüber nachzudenken, was das Wort «Identität» bedeutet. Die Schweiz hat beschlossen, dieses Thema festlich anzugehen. Denn das Fest bringt uns zusammen und macht teilen möglich. Und das Fest ermöglicht uns auch, über uns selbst zu lachen. Das zeigt Liechtenstein mit dem Theaterstück «Die Liechtensteiner Botschaft». Diese Botschaft gefällt mir. Ich wünsche mir, dass die «Liechtensteiner Botschaft» auch die Botschaft der Expo wird», so die Präsidentin der Expo-Generaldirektion.
Asylangebot an Fürst
Biels Stadtpräsident Hans Stöckli weitete das Asylrecht für Liechtenstein über den Samstag aus und sagte: «Falls die Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner nicht gut zu ihrem Fürsten schauen, werden wir ihm gerne Asyl gewähren, genau so, wie wir das vor 200 Jahren mit Jean-Jacques Rousseau taten.» Davon wollte Fürst Hans-Adam aber nichts wissen und meinte: «So wie ich die Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner kenne, werden der Fürst und die fürstliche Familie auch in den kommenden Jahren den Wohnsitz auf Schloss Vaduz haben.»
In seiner Rede dankte der Landesfürst für die Einladung, «der Liechtenstein gerne gefolgt ist.» Den ganzen Tag über fand anschliessend ein reger Austausch zwischen zwei kleinen Staaten im Herzen Europas statt. Und die Arteplage in Biel erhielt vor zwei Tagen einen blau-roten Farbtupfer mit Krone, der ihr gut anstand. Und dem Land Liechtenstein gut tat.
Quelle: Liechtensteiner Volksblatt
Link: http://www.volksblatt.li
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